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Downtown LA

Los Angeles ist eine ganz ungewöhnliche Metropole. Mit seinen Rasierklingen-scharfen Wolkenkratzern wirkt Downtown LA hoch modern und großstädtisch. Die breiten Straßen sind außerhalb der Rush-Hour fast leer, die Luft ist rein. Dank der Brise vom Pazifik vor der Haustür. Und doch gibt es da wieder diese fast schon romantisch wirkende "Altstadt" mit ihren Fassaden aus der Zeit der Jahrhundertwende (zum 20. Jahrhundert) Fast wirkt LA hier in der Morgensonne mediterran. Christian Fürst hats fasziniert. Seine Bilder einer Großstadt sehen sie hier

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 Neapel - revisited 

 

So heißt eine kleine Serie, die AP aus der oft besungenen Stadt unter dem Vesuv präsentiert. Neue Episoden: Schönes, Napule, Müll & Mafia und: Der beste Freund.

Aktuelles von NMMS

CF - Unbekannte Barockoper mit Platt-Einlage in HH auf der Bühne

am 01.07.2012
Aktuelles von NMMS >> CF-Fotografie

Cleopatra, die schöne und unglückliche Königin der Ägypter, ist nicht erst von Liz Taylor mit aufreizendem Augenaufschlag und heftigem Maskara-Lidstrich verkörpert worden. Ihre Geschichte ist über die Jahrhunderte immer wieder Stoff für theatralisches gewesen. So schrieb auch der weitgehend unbekannte Hamburger Barockkomponist Johann Mattheson eine dreistündige Oper, die nach der Uraufführung 1704 allerdings wieder in der Versenkung, beziehungsweise in den Hamburger Archiven verschwandt.

 

Cleopatra, die ihren Geliebten Marc Anton durch Selbstmord verloren hat, nimmt sich das Leben, um dem brutalen Augustus zu entgehen

Plattdeutscher Bängelgesang in einer Barockoper - Eine Besonderheit diese Werks von Johann Mattheson

 

Dass Hamburgs Opernchefin Simone Young sie jetzt durch das "Internationale Opernstudio" der Staatsoper zur Aufführung brachte, ist ein Glücksgriff für die Hamburger und alle Freunde der Oper, auch wenn die örtliche und bundesweite Presse kaum davon Notiz nahm. Die Musik des kaum bekannten Hamburgers Mattheson, von Youngs Assistenten Nicholas Carter mit einem kleinen Ensemble auf barocken Instrumenten dargeboten, begeisterte immer wieder durch ihre Frische und viel Einfallsreichtum.

Auch die überwiegend ganz jungen Sänger und Sängerinnen, in der Titelrolle die erst 21-jährige Mélissa Petit, konnten meist überzeugen. Besonders berührend für mich die Arien der Cleopatra-Tochter Candace, gesungen von Katharina Bergrath. Dass der Regisseur den antiken Stoff mit all seinen Intrigen zu einer zeitlosen Parabel für die Allmacht der Tyrannei umfunktioniert, empfand ich als ausgesprochen gelungen.

Mehr Hintergrund und Fotos zu der berührenden Aufführung  finden Sie hier

 

Musik. Leitung - Nicholas Carter
Cleopatra/Nemesis - Mélissa Petit
Marcus Antonius - Paulo Paolillo
Augustus - Levente Páll
Candace - Katharina Bergrath
Juba - Chris Lysack
Mandane - Nerita Pokvytyte
Ptolemäus - Juhee Min
Archibius - Thomas Florio
Dercetaeus - Daniel P. Witte

 

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